Mittwoch, 1. September 2021

Umfrage über Spiele mit verbundenen Augen


Auf Erhebung.de können die Leser/innen des Blogs und des Spielebuchs anonym an einer kleinen Umfrage zum Thema Spiele mit verbundenen Augen teilnehmen. Es geht um Fragen wie: Für welche Spiele interessiert ihr euch und zu welchen Anlässen führt ihr sie durch? Mit eurer Teilnahme würdet ihr mir helfen, den Blog und das Spielebuch weiter zu entwickeln. Für Fragen, Anregungen und Ideen könnt ihr aber auch gerne direkt zu mir Kontakt aufnehmen. 


Hier gehts zur Umfrage auf Erhebung.de





Dienstag, 23. Februar 2021

Spielebuch in zweiter Auflage erschienen


Die zweite Auflage des Spielebuchs ist jetzt verfügbar!

Kai Hausmann, Spiele mit verbundenen Augen. 200 Spiele und Übungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Norderstedt (2, Aufl.) 2021.

ISBN 9783752855197

13,50 €

Kostenlose Rezensionsexemplare können über den Autor oder den Verlag bezogen werden. 



Spiele wie Blindekuh und Topfschlagen dürfen auf keinem Kindergeburtstag fehlen. Aber es gibt noch viele andere Spiele mit verbundenen Augen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen faszinieren. Sie bereiten nicht nur jede Menge Spaß, sondern fördern Vertrauen und Kooperation und schulen die nichtvisuellen Sinne. Dieses Spielebuch stellt über 200 Spiele, Übungen und Experimente mit verbundenen Augen aus den Bereichen Geschicklichkeitsspiele, Vertrauensspiele und Sinnesspiele zusammen. Passende Spiele findet man für Geburtstag, Party, Umweltpädagogik, Erlebnispädagogik, Teambuilding, Schule, Verein, Ferienlager oder einfach für zwischendurch.

 

  • 80 Seiten
  • 234 Spiele und Übungen
  • Geschicklichkeitsspiele, Vertrauens- und Kooperationsspiele, Sinnesspiele
  • pädagogische Erläuterungen, Tipps, Experimente und Challenges
  • s/w Illustrationen


Jetzt als E-Book erschienen:


Andrew Short, Exploring The Senses With Blindfolds



Sonntag, 19. Januar 2020

Mund auf, Augen zu!


Spielerzahl: 2, Alter: 8-20, Material: Löffel, Geschmacksproben, 1 blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen


Wo wird gespielt?

Gespielt wird in der Küche oder im Esszimmer.

Wie wird gespielt?

Ein Sprichwort heißt: "Das Auge isst mit." Doch nicht bei diesem Spiel, das ausschließlich den Geschmackssinn auf die Probe stellt. Eine Spieler/in lässt sich die Augen verbinden. Bereiten Sie auf Löffeln Geschmacksproben vor. Zum Beispiel Apfelstücke, Birnenstücke, Nutella, Mehl, Käse, Tomaten, Paprikastücke, Jogurt, Pudding usw. Zerkleinern Sie Frucht- und Gemüsestücke so, dass sie nicht mit der Zunge ertastet werden können. Füttern Sie die "blinde" Spieler/in nun nacheinander mit den Geschmacksproben. Zuerst soll sie die Geschmacksrichtung benennen. (süß, sauer, bitter, salzig) Kann sie anschließend auch das Lebensmittel richtig erraten? Kann die Spieler/in die Proben auch noch erschmecken, wenn Sie ihr die Nase zuhalten? Um zusätzlich den Geruchssinn auszuschalten, können Sie der Spieler/in auch eine Nasenklammer aufsetzen. "Mund auf, Augen zu" kann man gut begleitend zum Kochen oder Backen spielen. Lassen Sie die Spieler/in zwischendurch von den bereitgestellten Zutaten mit geschlossenen oder verbundenen Augen kosten. Was gehört zum geplanten Gericht bzw. Kuchen und was nicht?


Was schmeckst du? Geschmacksproben mit verbundenen Augen erkennen.


Varianten

Wenn Sie das Spiel etwas schwieriger gestalten möchten, platzieren Sie zwei Geschmacksproben auf einem Löffel. (z.B. Birnenscheibe mit Nutella) Kann die Spieler/in beides erschmecken? Eine spannende Herausforderung ist auch ein Geschmacksmemory. Verbinden Sie der Spieler/in die Augen, und füttern Sie sie nacheinander mit 10 Geschmacksproben. Dabei kommen ein oder zwei Lebensmittel doppelt vor. Findet die Spieler/in heraus, welche es sind? Kann sie die Lebensmittel auch noch erkennen, wenn der Geruchssinn ausgeschaltet ist?

Was ist zu beachten?
  • Bereiten Sie die Geschmacksproben vor. Zerkleinern Sie Lebensmittel, die mit der Zunge ertastet werden könnten.
  • Verzichten Sie auf Lebensmittel, die sich schon durch einen starken Geruch verraten oder in reiner Form sehr scharf und unangenehm schmecken (Essig, Tabasco usw.). 
  • Fragen Sie die Spieler/in vorher, was sie gar nicht mag oder ob Unverträglichkeiten bestehen, und lassen Sie diese Lebensmittel weg. 
  • Die Spieler/in darf die Geschmacksproben vorher nicht sehen.
  • Beim Augenverbinden Mund und Nase freilassen.
  • Ansagen, wenn der Löffel zum Mund geführt wird und warten, bis die "blinde" Spieler/in freiwillig den Mund öffnet. Vertrauen ist bei dem Spiel sehr wichtig!
  • Die "blinde" Spieler/in soll zuerst die Geschmacksrichtung benennen und dann das Lebensmittel.
  • Zwischendurch einen Schluck Wasser trinken, um den Geschmack zu neutralisieren.
  • Erst nach dem Spiel verraten, was die Spieler/in erkannt hat und was nicht.


Tipp: Wer keine geeigneten Lebensmittel für eine Geschmacksprobe im Haus hat, kann sich mit einer Tüte Gummibärchen begnügen. Schafft es die Spieler/in die verschiedenen Sorten (d.h. die Farben Rot, Grün, Gelb und Orange) am Geschmack zu erkennen und zu unterscheiden?


Wer kann alle Sorten Gummibärchen mit verbundenen Augen am Geschmack unterscheiden? (Video: Leo vs. Steph)


Geschmackstest mit Adele (Video: Vogue)



Samstag, 4. Januar 2020

Topfschlagen


Spielerzahl: 3-10, Alter: 6-18, Material: 1 Topf, 1 Kochlöffel, Süßigkeiten, 1 Augenbinde


Wo wird gespielt?

Wir brauchen eine Spielfläche mit wenig Hindernissen. Es sollte aber Möglichkeiten geben, den Topf etwas zu verstecken, z.B. unter einem Stuhl, einem Tisch oder einem Schrank.

Wie wird gespielt?

Topfschlagen ist ein Klassiker, der ähnlich wie Blindekuh auf keinem Kindergeburtstag fehlen darf. Einer Spieler/in werden die Augen verbunden, sie wird einige Male im Kreis gedreht und bekommt einen Kochlöffel in die Hand gedrückt. Währenddessen verstecken die übrigen Spieler/innen einen Topf irgendwo auf dem Spielfeld. Die "blinde" Spieler/in darf sich dann auf die Suche nach dem Topf machen, indem sie sich auf allen Vieren fortbewegt und den Kochlöffel als Tasthilfe nutzt. Mit der zweiten Hand darf sie nicht tasten oder greifen. Die anderen Spieler/innen geben der Suchenden Hinweise. Sie rufen "heiß", "warm" oder "kalt", je nachdem ob sich die Spieler/in dem Topf nähert oder sich von ihm entfernt. Wenn die "blinde" Spieler/in den Topf gefunden (d.h. mit dem Kochlöffel berührt) hat, darf sie sich die Augenbinde abnehmen und sie an die nächste Spieler/in weitergeben.

Was ist zu beachten?

Auf Kindergeburtstagen kann man Süßigkeiten unter dem Topf verstecken, die die suchende Spieler/in behalten darf, wenn sie den Topf gefunden hat. Zu Ostern kann man Ostereier unter dem Topf verstecken. Topfschlagen kann man drinnen und draußen spielen. Entfernen Sie vor dem Spiel zerbrechliche und störende Gegenstände. Die suchende Spieler/in sollte mit dem Kochlöffel überall unbedenklich herumtasten und auf den Boden schlagen können. Aber aufpassen, dass sie nicht die Füße oder Beine der Zuschauer trifft! Draußen bietet sich eine Terrasse oder eine ebene und übersichtliche Rasenfläche als Spielort an. Achten Sie darauf, dass beim Topfschlagen jedes Kind an die Reihe kommt und die Augen blickdicht verbunden werden. Lassen Sie die Kinder nicht immer von derselben Position im Raum aus starten, und vergessen Sie nicht, sie kräftig im Kreis zu drehen. Das erschwert die Orientierung im Raum. Während das klassische Kindergeburtstagsspiel in Deutschland als etwas "verstaubt" gilt, wird es in anderen Ländern immer bekannter und beliebter. Die Suche nach dem Topf spricht Gehör und Tastsinn an und fördert Orientierungsvermögen und räumliches Vorstellungsvermögen. Es ist nicht nur als Partyspiel, sondern auch als Familienspiel für Zwischendurch geeignet. Bei Jugendlichen und Erwachsenen weckt es Kindheitserinnerungen.   


Warm, heiß oder kalt? Mit verbundenen Augen auf der Suche nach dem Topf.


Varianten

Damit das Spiel nicht langweilig oder zu einfach wird, können Sie bei älteren Kindern die Herausforderung etwas steigern. So können Sie auf einer großen Spielfläche zum Beispiel zwei Spieler/innen gleichzeitig mit verbundenen Augen nach dem Topf suchen lassen. Oder eine Spieler/in muss zwei Töpfe finden. Auch kann man sich einen kleinen Spaß erlauben und den Topf leise von der Spielfläche entfernen. Merkt die "blinde" Spieler/in, dass sie in die Irre geführt wird? Wenn nicht, stellen Sie den Topf nach einigen Minuten wieder auf. Wenn drinnen gespielt wird, kann man die suchende Spieler/in vor der Tür warten lassen und währenddessen einige Möbel umstellen. So wird es für die Spieler/in schwieriger, sich mit verbundenen Augen im Raum zu orientieren.  






Dienstag, 17. Dezember 2019

Hänschen piep einmal!


Spielerzahl: 10-20, Alter: 6-20, Material: Stühle, 1 blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen, evtl. 1 Kissen


Worum geht es?

Bei diesem Ratespiel geht es darum, einander an der Stimme zu erkennen. Es wird besonders gern auf Kindergeburtstagen oder Partys gespielt. Zudem kann es als Kennenlernspiel für Gruppen eingesetzt werden. Hänschen piep einmal regt Kinder und Jugendliche an, sich Stimmen und Namen einzuprägen. Lustige Verwechslungen sind dabei vorprogrammiert. Erklären Sie zuerst die Spielregeln. Bestimmen Sie durch Auszählen die Blinde Kuh. Bei Kindergeburtstagen ist das Geburtstagskind zuerst an der Reihe. Dann bilden die Kinder einen großen Stuhlkreis, und Sie holen ein blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen.

Wo wird gespielt?

Bei diesem Spiel brauchen wir etwas Platz, um einen großen Stuhlkreis zu bilden. Mit kleineren Gruppen oder mit der Familie kann man auch im Wohnzimmer spielen, wenn man einige Sessel in Kreis oder Quadrat zusammen stellt oder sich im Schneidersitz auf den Boden setzt.

Wie wird gespielt?

Die Spieler/innen sitzen im Kreis. Die ausgewählte Blinde Kuh kommt in die Mitte, lässt sich die Augen verbinden und einige Male um die eigene Achse drehen. Anschließend wechseln noch einmal alle Spieler/innen die Plätze, denn die Blinde Kuh soll sich nicht merken können, wer wo sitzt. Dann tastet sich die „blinde“ Spieler/in zu einer anderen Spieler/in vor und setzt sich bei ihr auf den Schoß. Oder Sie führen die Blinde Kuh ein bisschen im Kreis herum und setzen sie dann bei jemandem auf den Schoß. Die Blinde Kuh bittet diese Spieler/in: "Hänschen piep einmal!" Daraufhin gibt "Hänschen" mit verstellter Stimme einen Piepton von sich. Schafft es, die Blinde Kuh an der Stimme zu erkennen, bei wem sie auf dem Schoß sitzt? Wenn ja, darf sie mit dieser Spieler/in die Rollen tauschen. Wenn sie falsch rät, wird sie zurück in die Mitte geführt und muss sich bei einer anderen Spieler/in auf den Schoß setzen.

Hinweise und Varianten

Die "blinde" Spieler/in sollte keine zusätzlichen akustischen oder taktilen Hinweise erhalten. Während des Spiels sollten die zuschauenden Spieler/innen möglichst leise sein, auch wenn sie sich das Lachen kaum verkneifen können. Damit die Blinde Kuh die Spieler/in, bei der sie auf dem Schoß sitzt, nicht direkt berührt, kann man ihr ein Kissen geben. Die Blinde Kuh legt es der Spieler/in auf den Schoß und setzt sich dann darauf. Wenn wir ohne Sitzgelegenheiten spielen, setzt sich die Blinde Kuh mit dem Rücken vor eine andere Spieler/in. Diese hält die Hände der Blinden Kuh, damit sie weiß, dass sie richtig sitzt. Bei einer großen Gruppe oder wenn sich die Spieler/innen noch nicht so gut kennen, darf die "blinde" Spieler/in zwei Mal raten. Oder sie bekommt einen zusätzlichen Hinweis, indem "Hänschen" ihr den Anfangsbuchstaben seines Vornamens mit dem Finger auf den Rücken schreibt. Wenn sich die Spieler/innen bereits gut kennen, kann man der Blinden Kuh die Aufgabe geben, eine bestimmte Person zu finden. Sie setzt sich dann reihum bei jedem auf den Schoß, bis sie glaubt, die gesuchte Person an der Stimme erkannt zu haben.    



Erkennst du die Mitspieler/innen, auch wenn sie ihre Stimme verstellen?





Sonntag, 17. November 2019

Marco Polo


Spielerzahl: 2-10, Alter: 6-18, Material: 1 Augenbinde


Wo wird gespielt?

Marco Polo lässt sich am besten auf einer großen freien Fläche spielen, z.B. im Garten oder in der Turnhalle. Wir brauchen dafür nur ein Tuch zum Augenverbinden. Das Spiel eignet sich aber auch für den Swimmingpool. Dort sollte man anstatt eines Tuchs eine blickdichte Schwimmbrille als Augenbinde verwenden.

Wie wird gespielt?

Marco Polo ist ein Such- und Fangspiel für zwei bis 10 Spieler/innen, das die Regeln des klassischen Blindekuhspiels etwas variiert. Ein/e Spieler/in lässt sich die Augen verbinden und einige Male um die eigene Achse drehen. Dann muss sie versuchen, eine der anderen Spieler/innen zu fangen. Wenn der/die Fänger/in „Marco“ ruft, antworten alle anderen „Polo“. So kann sich die Blinde Kuh am Gehör orientieren. Wenn sie eine/n der Spieler/innen erwischt hat, muss sie durch Abtasten herausfinden, wer es ist. Wenn ihr das gelingt, darf sie die Augenbinde abnehmen und an den/die erkannte Spieler/in weitergeben. Ansonsten wird die Blinde Kuh ein paar Mal im Kreis gedreht und muss sich erneut auf die Suche machen. 

Variante

Drinnen kann man Marco Polo auch gut zu zweit spielen. Die gesuchte Spieler/in versteckt sich irgendwo im Raum. Die Blinde Kuh macht sich auf die Suche und darf währenddessen drei Mal nach der Spieler/in  rufen.


Die Fängerin muss sich mit verbundenen Augen nach Gehör orientieren.



Dienstag, 29. Oktober 2019

Bäume ertasten


Spielerzahl: 2, Alter: 10-20, Material: 1 blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen


Worum geht es?

Bäume ertasten ist ein spannendes Naturerfahrungsspiel, bei dem die Teilnehmer/innen unter Ausschaltung des Sehsinns, einen Baum erkunden und wiedererkennen sollen. Die Spieler/innen sollen Merkmale von Bäumen finden und sie sich einprägen, um aus nichtvisuellen Sinnenwahrnehmungen eine visuelle Vorstellung entwickeln. Bäume ertasten wird in der Naturpädagogik zur Aktivierung und Sensibilisierung der Sinne eingesetzt. Mit ihm kann man aber auch einen Waldspaziergang mit Kinder unterhaltsam gestalten.

Wo wird gespielt?

Gespielt wird im Wald, idealerweise in einem Mischwald. Das Spiel kann aber auch auf einem parkähnlichen Gelände mit Baumbestand durchgeführt werden.

Wie wird gespielt?

Es werden Paare gebildet. Eine Partner/in lässt sich die Augen mit einem Tuch verbinden und wird einige Male im Kreis gedreht bis sie die Orientierung verloren hat. Die sehende Partner/in nimmt ihre "blinde" Partner/in an die Hand und führt sie behutsam kreuz und quer durch den Wald zu einem beliebigen Baum. Diesen soll die "blinde" Partner/in mit den ihr zur Verfügung stehenden Sinnen erkunden. Ohne die Hilfe der Augen können Tasten, Hören und Riechen viel intensiver zur Geltung kommen und helfen, eine ganze Menge Details über den Baum herauszufinden:

  • Wie fühlt sich die Rinde an?
  • Ist sie rau oder glatt? Ist sie mit Moos bewachsen?
  • Wie dick ist der Stamm? Kann man ihn mit den Armen umfassen?
  • Wo verlaufen Äste und Wurzeln?
  • Welche Blätter und Früchte hat der Baum?
  • Sind das Knacken von Ästen und das Rauschen von Blättern zu hören?
  • Wie riecht die Rinde?
  • Handelt es sich um einen Laubbaum oder einen Nadelbaum? 

Außerdem ist es sinnvoll, die unmittelbare Umgebung des Baumes etwas abzusuchen. Steht der Baum alleine oder befinden sich andere Bäume und Büsche in der Nähe? Nach fünf Minuten wird die "blinde" Partner/in ein paar Mal im Kreis gedreht und auf Umwegen wieder zurück zum Ausgangspunkt geführt. Sie soll sich den Hin- und Rückweg zum Baum möglichst nicht merken können. Erst am Ausgangspunkt wird der Spieler/in die Augenbinde abgenommen. Nun darf sie sich mit offenen Augen auf die Suche nach dem Baum machen, den sie gerade "blind" erkundet hat. Kann sie ihn wiederfinden?

Hinweise

Bäume ertasten fördert Aufmerksamkeit, Konzentration, Erinnerungsvermögen und spricht mehrere Sinne gleichzeitig an. Besprechen Sie mit jüngeren Spieler/innen zuvor, an welchen Merkmalen man einen Baum wiedererkennen könnte. Jugendlichen und Erwachsenen können Sie vor Spielbeginn erklären, woran man verschiedenen Baumarten unterscheiden kann. Die Spieler/innen können dann versuchen, den ertasteten Baum einer Baumart zuzuordnen. Mit etwas Übung ist die Baumbestimmung gar nicht so schwierig. Eine Kiefer hat z.B. lange Nadeln, eine dicke Rinde mit vielen Rissen und kurze Zapfen. Eine Fichte hat dagegen kurze Nadeln, eine schuppige Rinde und lange Zapfen. Eine Buche hat Blätter mit gewelltem Rand, eine glatte Rinde und Bucheckern als Früchte. Eine Eiche erkennt man an eingebuchteten Blättern, einer rissigen Rinde und Eicheln als Früchte. 



Kann Hannah einen Baum wiederfinden, zu dem sie "blind" geführt wurde?