Spielerzahl: 2, Alter: 12-25, Material: 1 blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen
Worum geht es?
Wo wird gespielt?
Durchführen kann man das Spiel in der Wohnung, im Garten, in der Turnhalle, auf dem Spielplatz, auf dem Schulhof oder im Wald. Wählt sichere und ruhige Orte mit wenig Verkehr aus. Der führende Spieler sucht sich eine geeignete Route aus und sollte sie vorher einmal abgehen. Es macht Sinn, das Spiel zunächst einmal in einer vertrauten Umgebung auszuprobieren, damit sich beide Partner leichter an die Spielsituation gewöhnen können.
Wie wird gespielt?
Am ausgemachten Startpunkt lässt du dir von
deinem Partner die Augen mit einem blickdichten Tuch verbinden und dich so lange im Kreis drehen, bis du die
Orientierung verloren hast. Nun nimmt dich der Partner an die Hand und führt dich
behutsam durch die Umgebung. Er gibt die Richtung vor und passt auf, dass du nicht stolperst oder irgendwo anstößt. Es wird nicht verraten, wohin du geführt wirst. Du darfst aber deine nichtvisuellen Sinne nutzen, um dir ein Bild von der
Umgebung zu machen. Was hörst, fühlst und riechst du? Vielleicht
kannst du ja herausfinden, wo du gerade bist. Oder lass dich einfach
überraschen. Nach 20 bis 30 Minuten am Ziel angekommen, nimmt dir dein Partner die
Augenbinde ab, und du darfst endlich wieder etwas sehen. Nun werden die Rollen getauscht. Dein Partner bekommt die Augenbinde um, und du übernimmst die Führung.
Blindenführung als Gruppenspiel?
Blindenführung ist ein klassisches Partnerspiel. Es kann aber auch eingesetzt werden, um Empathie und Zusammenhalt einer Gruppe zu stärken. Eine Spieler/in bekommt die Augen verbunden und wird abwechselnd von verschiedenen sehenden Partner/innen jeweils zwei bis fünf Minuten lang geführt. Dabei weiß die geführte Spieler/in nicht, vom wem sie gerade geführt wird.
Hinweise
Während des Spiels sollte möglichst wenig gesprochen werden. Nur vor schwierigen Hindernissen, wie Treppen, rechtzeitig warnen. Die Paare vereinbaren vor Spielbeginn taktile und akustische Hinweise, mit denen geführt wird. Wer sich unsicher fühlt, darf die Blindenführung zunächst nur mit geschlossenen Augen ausprobieren. Wenn genug Vertrauen in den Partner und die Situation vorhanden ist, werden die Augen dann verbunden. Wählen Sie Augenbinden aus, die auch über einen längeren Zeitraum angenehm getragen werden können.
Das Spiel stärkt Empathie, Teamfähigkeit und Vertrauen. Zudem sensibilisiert es die nichtvisuellen Sinne. Zudem ist eine Blindenführung ein spannender Selbstversuch und ermöglicht es, die Welt einmal aus der Perspektive sehbehinderter Menschen zu erleben. Die gesammelten Erfahrungen sollten im Anschluss mit der Gruppe besprochen werden.
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