Spielerzahl: 2, Alter: 10-20, Material: 1 blickdichtes Tuch zum Verbinden der Augen
Worum geht es?
Wo wird gespielt?
Gespielt wird im Wald, idealerweise in einem Mischwald. Das Spiel kann aber auch auf einem parkähnlichen Gelände mit Baumbestand durchgeführt werden.
Wie wird gespielt?
Es werden Paare gebildet. Eine Partner/in lässt sich die Augen mit einem Tuch verbinden und wird einige Male im Kreis gedreht bis sie die Orientierung verloren hat. Die sehende Partner/in nimmt ihre "blinde" Partner/in an die Hand und führt sie behutsam kreuz und quer durch den Wald zu einem beliebigen Baum. Diesen soll die "blinde" Partner/in mit den ihr zur Verfügung stehenden Sinnen erkunden. Ohne die Hilfe der Augen können Tasten, Hören und Riechen viel intensiver zur Geltung kommen und helfen, eine ganze Menge Details über den Baum herauszufinden:
- Wie fühlt sich die Rinde an?
- Ist sie rau oder glatt? Ist sie mit Moos bewachsen?
- Wie dick ist der Stamm? Kann man ihn mit den Armen umfassen?
- Wo verlaufen Äste und Wurzeln?
- Welche Blätter und Früchte hat der Baum?
- Sind das Knacken von Ästen und das Rauschen von Blättern zu hören?
- Wie riecht die Rinde?
- Handelt es sich um einen Laubbaum oder einen Nadelbaum?
Außerdem ist es sinnvoll, die unmittelbare Umgebung des Baumes etwas abzusuchen. Steht der Baum alleine oder befinden sich andere Bäume und Büsche in der Nähe? Nach fünf Minuten wird die "blinde" Partner/in ein paar Mal im Kreis gedreht und auf Umwegen wieder zurück zum Ausgangspunkt geführt. Sie soll sich den Hin- und Rückweg zum Baum möglichst nicht merken können. Erst am Ausgangspunkt wird der Spieler/in die Augenbinde abgenommen. Nun darf sie sich mit offenen Augen auf die Suche nach dem Baum machen, den sie gerade "blind" erkundet hat. Kann sie ihn wiederfinden?
Hinweise
Bäume ertasten fördert Aufmerksamkeit, Konzentration, Erinnerungsvermögen und spricht mehrere Sinne gleichzeitig an. Besprechen Sie mit jüngeren Spieler/innen zuvor, an welchen Merkmalen man einen Baum wiedererkennen könnte. Jugendlichen und Erwachsenen können Sie vor Spielbeginn erklären, woran man verschiedenen Baumarten unterscheiden kann. Die Spieler/innen können dann versuchen, den ertasteten Baum einer Baumart zuzuordnen. Mit etwas Übung ist die Baumbestimmung gar nicht so schwierig. Eine Kiefer hat z.B. lange Nadeln, eine dicke Rinde mit vielen Rissen und kurze Zapfen. Eine Fichte hat dagegen kurze Nadeln, eine schuppige Rinde und lange Zapfen. Eine Buche hat Blätter mit gewelltem Rand, eine glatte Rinde und Bucheckern als Früchte. Eine Eiche erkennt man an eingebuchteten Blättern, einer rissigen Rinde und Eicheln als Früchte.
was für Strafen kann mann machen wenn die denjenige die aufgabe nicht schaft?
AntwortenLöschenBeim „Bäume ertasten“ würde ich dir erstmal einen zweiten Versuch geben. D.h. ich würde dir nochmal die Augen verbinden und dich auf Umwegen zum Baum führen. Dort würde ich dir helfen, „blind“ ein paar markante Merkmale zu finden. Vielleicht kannst du den Baum dann wiedererkennen.
AntwortenLöschenFür die Waldpädagogik sind Augenbinden absolut genial. Mit verbundenen Augen sind die Kinder und Jugendlichen viel aufmerksamer und offener für nichtvisuelle Wahrnehmungen. Außerdem ist es superspannend, wenn die Augen nichts verraten und man die Umgebung „blind“ erkunden muss.
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